80 Jahren – 1946
Kanton Luzern Ein paradoxes Kuriosum. Klingt das nicht sonderbar, dass eine Familie Friedli am «Ghürschweg» bei der Sprengi zu Gerliswil ein Haus besitzt, wo drei Mieterfamilien namens Kämpf, Streit und Zangger im Frieden beieinander wohnen?
Soziale Umschau Arbeiterkreisen in der Schweiz wird immer wieder vom russisch-kommunistischen «Paradies» vorgelogen. Ein Elsässer, der längere Zeit in Russland war, hat kürzlich auch von den eigenen russischen Arbeitern erzählt: «Sie waren jämmerlich untergebracht. In Räumen, die sonst für drei bis vier Personen berechnet waren, wurden gegen 20 zusammengepfercht. In Städten bekommen nur die kommunistischen Parteibonzen rechte Wohnungen. Das Volk hat in den Elendsvierteln unbeschreibliche Zustände. Während ein Kilo Brot bis 80 Rubel kostete, verdiente der russische Arbeiter im Tag acht Rubel. Der russische Arbeiter ist ein Arbeitssklave, der vom Staat ausgenutzt wird. Seine Vorgesetzten sind besondere kommunistische Parteileute, die nichts arbeiten und allmächtig sind. Sie haben die Arbeiter nur anzutreiben. Habe oft gesehen, wie die Arbeiter geschlagen wurden, wenn sie eine kleine Pause hatten machen wollen. Das sind meine Erfahrungen aus dem Sowjetparadies.» Er hat auch von unmenschlichen Behandlungen der Kriegsgefangenen erzählt, wie man ihnen die Zähne mit Goldplomben herausgeschlagen hat, um das Gold zu sammeln … Bemerkenswert ist: In der Schweiz sind viele Arbeiter für Vereinigung mit dem Kommunismus … im russischen Berlin aber nicht, weil man dort den «Wolf» kennt!
