Alle Plätze waren besetzt, als die Veranstaltung um 19.30 Uhr mit einer musikalischen Einstimmung des Seniorenchors Nottwil eröffnet wurde. Anschliessend wurde der Opfer und deren Angehörigen von Crans-Montana in einer Schweigeminute gedacht, bevor der Kirchenpräsident Franz Vogel seine Neujahrsansprache hielt. In dieser teilte er einige Gedanken zum Thema Tradition. «Traditionen sind wiederkehrend, geben dem Jahr einen Rhythmus, stärken unseren Gemeinschaftssinn und lassen uns Zusammengehörigkeit erfahren.» Der Nottwiler Stern sei eine dieser Traditionen. «Ich hoffe, dass in Zukunft weiterhin unsichtbare, besondere Leistungen unsere Anerkennung finden», so Franz Vogel.
Bevor das Geheimnis um den oder die Kulturpreisträger/-in gelüftet wurde, stellte Gemeinderätin Beatrice Huser Winkler die Kulturpreisjury vor. Sie selbst ist als Vertreterin des Gemeinderats Teil der Jury und bestimmte gemeinsam mit Bruno Achermann, Urs Bachmann, Monika Burri, Raffaella Roth und den beiden neuen Mitgliedern Roland Troxler und Monika Meier, wer den Nottwiler Stern 2025 erhält.
Gemeinschaft und Begegnung im Alter
Monika Burri kündigte die Verleihung des Kulturpreises an: «Dieser Verein leistet seit vielen Jahren einen kulturellen, sozialen Beitrag in der Gemeinde.» Damit würdigte sie das grosse Engagement, mit dem der Verein für Gemeinschaft und Begegnungen im Alter sorgt. «Die Zusammengehörigkeit wird gelebt beim Singen, beim Turnen, beim Jassen und selbstverständlich auch beim Nordic Walking», so Monika Burri. Schliesslich lüftete sie das Geheimnis: Der Kulturpreis ging an den Verein «aktives Alter», der seit 35 Jahren ein breit gefächertes Spektrum an sportlichen und kulturellen Aktivitäten für Personen über 60 Jahre anbietet. Festlich wurde der Kulturpreis den fünf Vorstandsmitgliedern übergeben, die diesen mit einem Strahlen entgegennahmen. Um mehr über den Verein und seine Arbeit zu erfahren, führte Raffaella Roth ein Interview mit Pia Schilliger, der Präsidentin von «aktives Alter». «Alle ab dem Alter von 60 sind eingeladen, bei uns mitzumachen», lässt Pia Schilliger vernehmen. Der Verein habe keine Mitgliederbeiträge. Dies funktioniere nur, weil alles auf unentgeltlicher Basis laufe. Die Wanderleitung, das Spielleiterteam und der Vorstand arbeiten ehrenamtlich.
«Durch die Begegnungen im Verein können Freundschaften entstehen», so Pia Schilliger. Das Schnuppern in den verschiedenen Aktivitäten sei sehr erwünscht. «So finden die Interessierten irgendwo einen Platz, der ihnen zusagt. Sei das beim Wandern, Walken, Turnen oder Jassen.» Besonders beliebt seien Wanderungen. Aber auch die Spielnachmittage, die seit 2025 im Angebot sind, kämen erstaunlich gut an. Der Vorstand äusserte sich geehrt, die Auszeichnung des Nottwiler Sterns entgegennehmen zu dürfen. «Es ist ein Zeichen, dass das aktive Alter in der Gemeinde und von den Bewohnerinnen und Bewohnern wahrgenommen wird.» Was die Anwesenden vom Abend der Preisverleihung mitnehmen sollten, ist, «dass das Alter Spass macht», so Pia Schilliger.
Aussergewöhnliche sportliche Leistungen geehrt
Die folgenden Nottwiler Vereine wurden für besondere Ereignisse geehrt: Spono Eagles (F2 Aufstieg in die 2. Liga und SPL2 Meisterschaft 1. Rang), Brass Band Feldmusik Nottwil (Kantonales Musigfäscht Soorsi 6. Rang beim Konzertvortrag in der 3. Stärkeklasse und 8. Rang in Marschmusik), Jodlerklub Nottwil (Zentralschweizerisches Jodlerfest Note 1 (sehr gut)). Ausserdem durften die folgenden Vereine im 2025 ihr Jubiläum feiern: Schwimmverein Sempachersee (25 Jahre), Jublano Nottwil (40 Jahre), Kultur Nottwil (50 Jahre) und der Jodlerklub Nottwil (80 Jahre). Der Rollstuhlsportler Marcel Hug sowie die Spono Eagles SPL1 wurden für ihre sportlichen Erfolge vom Publikum mit grossem Applaus gewürdigt.
Bevor der Neujahrsapéro eröffnet wurde, verabschiedete Bruno Achermann Monika Burri. Sie war langjähriges Mitglied der Kulturpreisjury und vertrat dabei den Kirchenrat. Er dankte Monika Burri für ihr Engagement.


