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Heute vor

«Allein unsere Hoffnung war umsonst»

RED 09. Juli 2026

Die Rubrik «Heute vor ...» berichtet wortwörtlich, wie es damals in dieser Zeitung stand. Heute vor 95 Jahren beschäftigte der Unterhalt eines Fussgängerwegs, die älteste Frau der Welt sowie die Hinrichtung des Massenmörders Peter Kürten, besser bekannt als «Der Vampir von Düsseldorf».

Die Rubrik «Heute vor ...» berichtet wortwörtlich, wie es damals in dieser Zeitung stand. Heute vor 95 Jahren beschäftigte der Unterhalt eines Fussgängerwegs, die älteste Frau der Welt sowie die Hinrichtung des Massenmörders Peter Kürten, besser bekannt als «Der Vampir von Düsseldorf».

95 Jahren - 1931

Stimme aus dem Publikum   Wir sehen uns veranlasst, auf einen viel gerügten Übelstand aufmerksam zu machen. Wer von Sempach nach Hildisrieden marschiert, benutzt als Abkürzung so gern den Fussweg, der zwischen Galee und Schlacht nach dem «Wiederkehr» abzweigt, um eine Strecke weit ungestört von Autos und Töffs und unbelästigt von Strassenstaub gemütlich einherwandern zu können. Gegenwärtig ist aber die untere Hälfte des Fussweges in einem so traurigen Zustande, dass ein Begehen desselben fast zur Unmöglichkeit wird. Denn der Wanderer muss da über Kartoffelfurchen schreiten, die bei nassem Wetter seine Schuhe so in Kot einhüllen, als wäre er in einem Dolengraben gestanden. Früher wurde der viel begangene, auf der Karte eingezeichnete Fussweg ordentlich unterhalten. Wir hofften deshalb bestimmt, auf die Sempacher Schlachtfeier hin werde er denn doch wieder etwas in Ordnung gebracht, allein unsere Hoffnung war umsonst. Man könnte bald vermuten, die Unterhaltungspflichtigen beabsichtigen, durch Vernachlässigung des Fussweges ein jahrhundertealtes Wegerecht nach und nach eingehen zu lassen, zum Schaden der vielen Fussgänger. Anderwärts ist man bestrebt, angenehme Wege für die Fussgänger zu schaffen. Ein Fussgänger.

Aus aller Welt   Die älteste Frau der Welt dürfte die Bulgarin Slawka Mitowa aus dem Dorfe Dschaferli sein. Trotz ihren 152 Jahren geht sie noch ohne Stock, füttert die Hühner, melkt die Kühe und erzieht ihre zahlreichen Urenkel.

Aus aller Welt  Der Massenmörder Peter Kürten wurde im Gefängnishof von Köln hingerichtet. Die ganze Nacht waren ein Franziskaner und mehrere Weltgeistliche bei ihm. Kürten schrieb Abschiedsbriefe an die Verwandten seiner Opfer und beteuerte darin seine herzliche Reue.