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Ein Winterquartier für den Igel

pd 29. Oktober 2026

Ein Garten ist weit mehr als ein Ort der Erholung für uns Menschen – er kann auch Schutz und Nahrung für wild lebende Tiere bieten. Zum Beispiel für den Igel – das Tier des Jahres 2026

Ein Garten ist weit mehr als ein Ort der Erholung für uns Menschen – er kann auch Schutz und Nahrung für wild lebende Tiere bieten. Zum Beispiel für den Igel – das Tier des Jahres 2026

Der Igel ist beliebt – und er ist potenziell bedroht. Denn Igel brauchen ein dichtes Netz von Unterschlupfmöglichkeiten und ein reiches Nahrungsangebot. Beides ist heute in den landwirtschaftlich genutzten Gebieten rar. Darum weicht der Igel auf das Siedlungsgebiet aus. Höchste Zeit darum, ihn in den Gärten willkommen zu heissen.

Je mehr Natur es da gibt, desto besser geht es dem Igel. Schon einfache Massnahmen auf kleinstem Raum können einen wertvollen Beitrag leisten. Dazu gehören Versteckmöglichkeiten, etwa eine «wildere» Ecke, in der Laub und Heckenabschnitte liegen bleiben und die dem Igel Unterschlupf bieten.

Das Winterquartier vorbereiten

Entscheidend, ob ein Igel sich in einem Garten wohlfühlt, sind die Herbstarbeiten im Garten. Ab Oktober nämlich bereitet er sich auf den Winterschlaf vor und baut sein Nest. Dazu braucht er Laubblätter, die er unter einer Hecke oder einer Scheiterbeige anhäuft und dann mit Moos, Gras oder Heu zu einem warmen und trockenen Nest auspolstert.

Jeder kann dazu beitragen, dass der Igel in den Dörfern seinen Lebensraum findet. Zum Beispiel, indem man ihm Laub und Äste überlässt, statt sie wegzuräumen. Spätestens im März kann man sich dann freuen, wenn es im Laub raschelt und man den Igel schmatzen hört.

Mehr Natur im eigenen Garten

Aber nicht nur der Igel ist auf Hilfe angewiesen. Auch andere Tiere, wie Vögel, Insekten und Amphibien, brauchen ihren Lebensraum. Wer für die naturnahe Gestaltung des eigenen Gartens oder Balkons weitere Anregungen sucht, kann sich im Rahmen des Projekts (G)Artenvielfalt Innerschweiz inspirieren lassen.

(G)Artenvielfalt Innerschweiz ist ein Projekt der Albert Koechlin Stiftung (AKS). Ziel ist es, die Biodiversität im Siedlungsraum zu fördern. 2025 übernahm der bunte Stieglitz eine Botschafterrolle für mehr Biodiversität im eigenen Garten. 2026 übernimmt der Igel diese Rolle, 2027 die Mauerbiene.

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