Die Spielgruppe Eich, unter der Leitung von Maria Bachmann, nimmt einen wichtigen Platz im Dorfleben ein. So hat der Gemeinderat laut einem Bericht im «Eicherbrief» an seiner Sitzung im Juli mit Freude zur Kenntnis genommen, dass die Spielgruppe grossen Anklang findet. Maria Bachmann bestätigt, dass viele Eltern die Spielgruppe als sanften Einstieg in den Kindergarten schätzen: «Die Kinder lernen bereits, Teil einer Gruppe zu sein, sich von den Eltern zu lösen und neue Bezugspersonen kennenzulernen.» Auch den Standort im selben Gebäude wie der Kindergarten, sieht die Spielgruppenleiterin als grossen Vorteil. So würden die Kinder die Räumlichkeiten bereits kennen und könnten manchmal sogar schon einen Blick durchs Fenster in den Kindergarten werfen. Das nehme vielen Kindern die Unsicherheit und mache den späteren Kindergartenstart oft etwas einfacher.
Maria Bachmann, die die Spielgruppe seit dem Anschluss an die Schule 2025 leitet, war zuvor bereits acht Jahre als Assistentin in der Waldspielgruppe tätig, die ebenfalls zum Angebot der Spielgruppe gehört. Den Anschluss an die Gemeinde und die Schule sieht sie sehr positiv: «Für mich ist es heute wertvoll, zu wissen, dass ich die Gemeinde und die Schule als Unterstützung habe.» Zudem sei die Gemeinde auch eine wichtige Stütze bei der Finanzierung des Programms, eine Verantwortung, die zuvor vollständig bei der Spielgruppenleitung lag.
Spielerisch Selbstvertrauen aufbauen
Für viele Kinder ist die Spielgruppe der erste Ort, an dem sie regelmässig Zeit mit anderen Kindern verbringen, ohne dass Mama und Papa dabei sind. Sie lernen, auf andere Kinder zuzugehen, gemeinsam zu spielen und aufeinander Rücksicht zu nehmen. Für Maria Bachmann ist dies eine Herausforderung, der sie sich gerne annimmt: «Jedes Kind ist einzigartig. Einige finden sich schnell zurecht, andere brauchen mehr Begleitung.» Schön sei es dann immer am Ende des Spielgruppenjahres, zu sehen, wie Kinder, die anfangs noch zurückhaltend waren, Freundschaften geschlossen haben und sich immer mehr zutrauen. Die Spielgruppe sei für sie deshalb viel mehr als einfach spielen: «Viele Kinder sammeln hier erste Erfahrungen ausserhalb der Familie, gewinnen Vertrauen in sich selbst und entdecken, dass sie schon ganz Vieles allein schaffen können.»
Ein typischer Morgen in der Spielgruppe
Laut Maria Bachmann ist in der Spielgruppe kein Morgen wie der andere, und doch gibt es eine gewisse Routine. Morgens kommen nach und nach die ersten Kinder an und beginnen damit, sich in der Garderobe einzurichten. Die einen sind voller Tatendrang und stürmen direkt los, andere brauchen erst etwas Zeit, um anzukommen. Sind dann alle bereit, wird gemeinsam im Stuhlkreis das Begrüssungslied gesungen und die Kinder dürfen erzählen, was sie im Moment gerade beschäftigt. Dabei erfährt man, so Bachmann, manchmal die spannendsten Geschichten. Nach diesem kleinen Begrüssungsritual beginnt dann die eigentliche Spielgruppenzeit. Maria Bachmann bereitet jeweils ein kreatives Angebot mit Farben, Knete oder verschiedensten anderen Materialien vor. Die Kinder werden dazu motiviert, ihre eigenen Ideen einzubringen, und oft entstehen Dinge, auf die Maria Bachmann selbst nie gekommen wäre. Ein wichtiger Teil des Morgens besteht jedoch auch aus dem freien Spiel, bei dem die Kinder ungezwungen zusammen lachen, diskutieren und voneinander lernen können. Beim gemeinsamen Znüni kehrt dann meist wieder etwas Ruhe ein. Nach dem Znüni entscheidet die Spielgruppenleiterin dann spontan, ob die Kinder individuell weiterspielen oder ob die ganze Gruppe sich zusammen bewegt oder singt. Zum Abschluss räumen alle gemeinsam auf und hören noch eine Geschichte, bevor die Kinder ihren Eltern bei der Abholung ganz stolz zeigen, was sie gemacht haben. Ein Moment, der zeigt, wie viel in diesen wenigen Stunden erlebt werden kann.
