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«LKBV 2.0» rüstet sich für die Zukunft

J 31. März 2026

An der diesjährigen Delegiertenversammlung des Luzerner Kantonal-Blasmusikverbands war vieles neu. Unter anderem verstärkt ab sofort eine zweite Frau den Vorstand.

An der diesjährigen Delegiertenversammlung des Luzerner Kantonal-Blasmusikverbands war vieles neu. Unter anderem verstärkt ab sofort eine zweite Frau den Vorstand.

«Es ist mir eine Ehre, in die Fussstapfen von Christoph Troxler zu treten.» Mit diesen Worten eröffnete Marco Imfeld die 134. Delegiertenversammlung des Luzerner Blasmusikverbands (LKBV) am Samstag, 14. März, im Gemeindesaal Geuensee. Imfeld führte seine erste DV als neuer LKBV-Präsident durch. Er wolle den konstruktiven Austausch mit allen Vereinen und Delegierten weiterführen, betonte er, und sprach von einem grossartigen Jahr 2025 für die Blasmusik. Unter anderem erwähnte er das Musikfest Sursee, das sehr erfolgreich über die Bühne gegangen sei.

Gleichzeitig machte «der Neue» schon zu Beginn klar, dass der Verband vor Veränderungen steht, um Herausforderungen wie der Jugendförderung gerecht zu werden. «Die Leidenschaft für die Blasmusik besteht weiterhin, durch moderne Ansätze wollen wir aber attraktiv bleiben.» Wie das gelingen kann, sollte der Präsident im Verlauf der DV noch genauer erläutern.

Tschuor mit «Herz für Blasmusik»

Zuvor begrüsste Imfeld die Luzerner Regierungspräsidentin Michaela Tschuor. Er zeigte sich erfreut, dass die Mitte-Politikerin direkten Bezug zur Blasmusik hat, so sei ihr Sohn ein aktiver Tubist. Tschuor bestätigte das in ihrer Rede vor vollem Saal und kam auf den Luzerner Solo- und Ensemble-Wettbewerb in Rain zu sprechen, der ebenfalls an diesem Samstag stattfand. «Für den Wettbewerb haben unsere jungen Musizierenden intensiv geprobt. Auch ich werde heute noch als Elternteil nach Rain fahren und mitfiebern.»

Bei solchen Anlässen zeige sich, wie viele Talente die Luzerner Blasmusik-Szene habe. «Der LKBV leistet dafür eine besondere und wichtige Arbeit», betonte Tschuor. Und dazu brauche es Menschen, die Verantwortung übernehmen. «Hier kommen Sie ins Spiel, liebe Delegierte. Sie sind das Rückgrat, organisieren Feste und Konzerte und sorgen so dafür, dass die Musik ein Teil unserer Gesellschaft ist.» Marco Imfeld nahm die warmen Worte der Regierungspräsidentin dankbar an und sagte an Tschuor gerichtet: «Es freut mich, dass dein Herz für die Blasmusik schlägt.»

Erhöhung Jahresbeitrag

Neben dem Präsidenten bestritt auch Kassier Patrick Riedweg seine erste DV. Sein erstes Jahr als Kassier habe ihm Spass gemacht, «auch weil ihr so hervorragend die Mitgliederbeiträge bezahlt habt», sagte Riedweg zur Erheiterung des Saals. Danach konnte er die Rechnung mit einem kleinen Gewinn von 1245 Franken präsentieren. Dank weniger hohen Ausgaben sei es möglich geworden, mehr Rückstellungen für das nächste Musikfest 2030 zu hinterlegen. Damit sei das Geld bereits jetzt fast zusammen, so der Kassier.

Für das laufende Jahr rechnet der LKBV mit einem Verlust von 7700 Franken. Gemäss Riedweg entsteht das Minus im Budget aufgrund dessen, dass in diesem Jahr kein Musikfest oder ‑tag stattfinden wird und dem LKBV somit keine Abgaben zukommen. Der Voranschlag wurde einstimmig abgesegnet. Ebenso die Erhöhung des Jahresbeitrags auf 45.75 Franken, der aufgrund höherer Abgaben an den SBV zustande kommt.

Neues Vorstandsmitglied gewählt

Als neues Mitglied im Vorstand wurde nach einer diskussionslosen Wahl Karin Amacher-Wäfler begrüsst. Die gebürtige Emmerin wird für das Ressort Musik zuständig sein. Amacher-Wäfler kann ein abgeschlossenes Studium in Blasmusikdirektion an der Hochschule Luzern vorweisen und ist Co-Geschäftsführerin des Notencafés in Luzern. Sie ist Mitglied bei der Musikgesellschaft Emmen und dirigiert unter anderem die MG St. Urban.

Mit dem Eintritt von Amacher-Wäfler scheidet Michael Barmet als bisheriges Vorstandsmitglied aus. Er war seit 2023 für das Ressort Musik zuständig. Marco Imfeld sagte zu seinem Rücktritt, dass er sich wieder verstärkt als Musikant und Dirigent engagieren werde. Zudem wolle er mehr Zeit für seine Familie haben. Barmet ist kürzlich Vater geworden. Imfeld dankte Michael Barmet für seine Arbeit im Vorstand. «Ich habe ihn zwar nur ein Jahr erlebt, habe aber seine Mitarbeit sowie die engagierten Diskussionen mit ihm sehr geschätzt.»

Kommunikationskonzept in Arbeit

Um die Zukunft ging es beim Traktandum «Strategie-Projekt LKBV 2.0». Marco Imfeld sagte, dass man damit nicht die bisherige Arbeit kritisieren, sondern die Blasmusik mit sechs Stossrichtungen in die Zukunft führen wolle. Unter anderem erwähnte der LKBV-Präsident eine neue Kommunikationsstrategie, die im zweiten Halbjahr umgesetzt werden soll. Weiter würden Gespräche mit den Musikschulen und weiteren Ansprechgruppen geführt, damit die Blasmusik mehr Präsenz an den Volksschulen bekomme.

Ein weiteres Thema sei die Aussenwirkung des LKBV, die mit Leuchtturmprojekten gestärkt werden solle. Als Beispiel nannte Imfeld das 135-Jahr-Jubiläum. Am Tag der Blasmusik im Mai 2027 soll sich der Verband der Öffentlichkeit präsentieren «und Leute ansprechen, die sonst nicht in Konzertsälen sind».

Die Ideen rund um LKBV 2.0 seien vielseitig und der Verband sei auf den Support der Vereine angewiesen. Damit diese auf die neue Strategie aufmerksam werden, wurde der Claim «Der nächste Takt beginnt» gestaltet.  

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