Das Zenso – mit Standort in Sursee und Hochdorf – führt im Auftrag von 27 Mitgliedergemeinden und dem Kanton Luzern Suchtberatungen durch. Der kantonale Leistungsauftrag umfasst Beratungen zu legalen Suchtmitteln wie Alkohol, Tabak und Medikamenten sowie zu Verhaltenssüchten.
Mit der Einführung der anonymen Online-Suchtberatung wurden gezielt Zugangshürden aufgebaut. Neben der reinen Online-Beratung und persönlichen Gesprächen vor Ort ist auch sogenanntes Blended Counseling möglich – eine Kombination aus digitalen und persönlichen Beratungselementen.
Die Auswertung zeigt, dass die Anfragen eine breite Themenpalette abdecken. Diese reichen von Alkohol- und Nikotinkonsum (inkl. Snus) über Cannabis und Gamen bis hin zu Pornografie und Sexsucht. Gerade bei schambehafteten Themen werde die Online-Beratung deutlich häufiger genutzt als klassische Angebote vor Ort. «Dieses Angebot ist niederschwellig und hat sich etabliert. Gerade bei schambehafteten Themen bietet der Online-Zugang einen grossen Mehrwert», sagt Jim Wolanin, Geschäftsführer Zenso.
Der zeitliche Aufwand pro Anfrage beim Zentrum für Soziales entspricht in etwa einem persönlichen Beratungsgespräch. In einzelnen Fällen konnte aus der Online-Beratung ein weiterführender persönlicher Kontakt entstehen. Auch bei Anliegen über suchtbezogene Fragestellungen hinaus konnte laut dem Zenso Unterstützung geleistet werden.
Das Angebot des Zenso ist nach der Qualitätsnorm «QuaTheDA» zertifiziert und wird regelmässig überprüft. Das Angebot steht der Bevölkerung der angeschlossenen Gemeinden kostenlos zur Verfügung. Das sind etwa die Gemeinden rund um den Sempachersee und Baldeggersee.
