Am 20. Juni ging zum 6. Mal das Kinder- und Jugendtanzfestival Schweiz über die Bühne des Stadttheaters Sursee. Tagsüber fanden in der Stadthalle Sursee vier Workshops statt. Sie waren mit insgesamt über 70 Einschreibungen von jungen Tänzerinnen und Tänzern aus der ganzen Schweiz sehr gut belegt. Unterrichtet wurden Choreografie und Fusion Session von Muhi Kaltuk, Neoclassical Ballet von Catherine Treyvaud und Breakdance von Michi Hofmann. Die Teilnehmenden waren restlos begeistert.
In der Woche vom 15. bis 19. Juni fand im Rahmen des Tanzfestivals während fünf Tagen der «Dance work in progress» statt. Elf Nachwuchstänzerinnen im Alter von 11 bis 19 Jahren studierten in der Stadthalle Sursee täglich während über sechs Stunden zwei Choreografien ein. Richard Wherlock und seine Assistentin Andrea Tortosa Vidal kreierten das neunminütige Stück «Jig» im Tanzstil Contemporary. Catherine Treyvaud erarbeitete eine Choreografie im Neoclassical Ballet. Beide Stücke wurden am Samstagabend, 20. Juni, auf der Bühne des Stadttheaters Sursee uraufgeführt.
Erstmals Preis vergeben
In zwei Bühnenpräsentationen zeigten sich ab 17 Uhr die aus verschiedenen Landesteilen der Schweiz und aus Deutschland eingeladenen Gruppen gegenseitig insgesamt 18 Choreografien. Der Anlass war öffentlich. Die Choreografien reichten von Contemporary über Commercial Jazz bis hin zu klassischen Tanzstilen. Das abwechslungsreiche Programm begeisterte die Zuschauenden im gut besetzten Stadttheater Sursee. Im dritten Teil des Abendprogramms zeigten dann drei professionelle Ensembles ihre hervorragenden Produktionen vor den Augen aller Festivalteilnehmenden. Einen zweiteiligen Auftritt von je rund sieben Minuten legten die Dirty Hands mit Mark, Michael und Henry auf die Bühne. Der Titel «Fireworks» entsprach bestens dem bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten choreografisch/musikalischen Showblock. Die Zuschauenden tobten vor Begeisterung. Ein fein ausgearbeitetes Pas de deux von Absolventen der Tanz Akademie Zürich zeigte einen Auszug aus «Moving still», einer Choreografie von Cathy Marston, Direktorin des Balletts Zürich. Drei weitere Stücke, je ein Solo, Duo und Trio, der Company MEK von Muhi Kaltuk ergänzten den professionellen Teil.
Erstmals wurde der «Preis Tanzfestival» für die zwei besten Choreografien des Tanzfestivals vergeben. Je ein Tanzgutschein von 500 Franken ging an die Produktion «Cats», Choreografin Christel Jacquemin aus Troistorrents, und an das Tanzhaus Luzern, Choreograf Adriano Popolo Rubbio.

