Seit Oktober 2022 betreibt die Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen (DAF) im ehemaligen Bürogebäude der Firma Suisag auf der Sempacher Allmend eine temporäre Kollektivunterkunft. Ab Herbst 2026 wird der Kanton Luzern als Mieterin der Liegenschaft dieses Gebäude vorübergehend wieder als Bürogebäude nutzen, als Provisorium im Zusammenhang mit dem Projekt zur Gesamtsanierung des unmittelbar benachbarten Ausbildungszentrums Sempach, teilt der Kanton Luzern mit. Im Dezember 2025 erhielt der Kanton Luzern die Baubewilligung für die Realisierung dieses Projekts, welche seit Anfang dieses Jahres rechtskräftig ist. Die Bauarbeiten starten voraussichtlich Anfang 2027.
Vor diesem Hintergrund wird die Kollektivunterkunft in Sempach ihren Betrieb per Ende September einstellen. Dadurch stehen künftig 50 Unterbringungsplätze für Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingswesen nicht mehr zur Verfügung. Für diese Plätze konnte laut dem Kanton bislang noch kein Ersatz gefunden werden. Die Unterbringungssituation im Asyl- und Flüchtlingswesen sei weiterhin sehr angespannt und die Schaffung von genügend Unterbringungsplätzen bleibe daher äusserst herausfordernd.
Die Zwischennutzung des Bürogebäudes auf der Sempacher Allmend war dank des Entgegenkommens der Vermieterin, der Firma Suisag, sowie der Stadt Sempach möglich. Letztere erteilte eine baurechtliche Umnutzungsbewilligung, um einen befristeten Betrieb eines Asylzentrums möglich zu machen. Der Kanton Luzern dankt beiden für ihre Unterstützung sowie der Bevölkerung von Sempach für die gezeigte Solidarität.
