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Telefonhilfe für medizinische Notlagen 

SDA 08. Juni 2026

Eine Telefonhilfe für medizinische Notlagen nimmt in Luzern den Betrieb auf. Luzernerinnen und Luzerner, die bei einem nicht

Eine Telefonhilfe für medizinische Notlagen nimmt in Luzern den Betrieb auf. Luzernerinnen und Luzerner, die bei einem nicht

Das neue Angebot soll Personen in einem nicht lebensbedrohlichen Notfall Orientierung im Luzerner Gesundheitssystem geben. Es richte sich an diejenigen, die nicht wüssten, ob sie ein Spital oder einen Arzt aufsuchen sollen oder ob sie noch zuwarten könnten, sagte Regierungsrätin Michaela Tschuor (Mitte) am Freitag den Medien.

Fachleute beantworten Anrufe

Bei einem Anruf werden sich die Fachleute der Gesundheitsleitstelle nach einem vorgegebenen Abfragesystem ein Bild machen, wie der Kanton und das Kantonsspital Luzern mitteilten. Bei Bedarf werden sie die Patientin oder den Patienten an die geeignete Stelle weiterleiten. Dies kann eine Hausarzt- oder Notfallpraxis, eine Notfallstation, ein Spitex-Angebot oder ein telemedizinischer Dienst sein. Jemand höre zu, ordne ein, beantworte Fragen und bringe die Person an den richtigen Ort, umriss Co-Projektleiter Daniel Stiefelhagen die Vorteile der Gesundheitsleitstelle.

Eigenes Angebot für Kinder

Die Gesundheitsleitstelle richtet sich an Erwachsene. Für Personen unter 16 Jahren besteht bereits das Angebot Medgate Kids Line. Diese ist weiterhin auch unter der Nummer 058 387 78 88 erreichbar. Tschuor begründete die Schaffung der neuen Stelle mit dem Wandel im Gesundheitswesen. Sie verwies auf den Fachkräftemangel, die älter werdende Bevölkerung oder darauf, dass viele keinen Hausarzt mehr hätten. Auch die überfüllten Notfallstationen führte sie an.

Pilotprojekt bis 2027

Die Gesundheitsleitstelle ergänze damit die bestehenden Angebote und ersetze diese nicht, sagte Tschuor (Mitte). Es gehe nicht um einen Abbau von Leistungen, sondern um Orientierung und Koordination. Die Gesundheitsleitstelle wird zunächst als Pilotprojekt bis Ende 2027 geführt. Sie ist tagsüber mit zwei Personen besetzt, die Nachtschicht wird von einer Person bewältigt. Für 2026 stehen für das Angebot 1 Million Franken zur Verfügung, für 2027 rund 1,6 Millionen.

Beim 144 angesiedelt

Angesiedelt ist die Gesundheitsleitstelle im Kantonsspital Luzern beim Sanitätsnotruf 144, der für lebensbedrohliche Notfälle zuständig ist. Dank der engen Vernetzung könne die Gesundheitsleitstelle, wenn nötig, einen Fall rasch in die lebensrettenden Strukturen weiterleiten, erklärte Stiefelhagen. Im Gegensatz zum Sanitätsnotruf, der neben Luzern auch die Kantone Uri, Obwalden, Nidwalden und einen Teil des Kantons Schwyz abdeckt, ist die neue Gesundheitsleitstelle nur für den Kanton Luzern zuständig. Eine spätere Ausweitung ist aber nicht ausgeschlossen.

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