Seit über 30 Jahren prägen Herzblut, starke Nachwuchsarbeit und ein aktives Vereinsleben den Tennisclub Neuenkirch. Vorstandsmitglied Eric Berset gewährt Einblicke in seine Passion für den weissen Sport und verrät, wie der Club die Balance zwischen sportlichem Ehrgeiz und gelebter Geselligkeit meistert.
Eric Berset, beim Tennisclub Neuenkirch haben Sie gleich mehrere Hüte auf: Captain, Spielleiter oder auch Vorstandsmitglied. Wie hat eigentlich diese Leidenschaft für den Tennisport begonnen?
Zum Tennis bin ich schon sehr früh gekommen. Ich bin direkt neben unserer Tennisanlage aufgewachsen und wollte schon als Kind am liebsten selbst auf den Platz. Tennis bedeutet für mich weit mehr als nur Sport. Es ist ein idealer Ausgleich zum Berufsalltag und hilft, den Kopf frei zu bekommen. Gleichzeitig habe ich durch den Tennissport viele wertvolle Freundschaften geschlossen, die bis heute bestehen. Zudem lernt man auf dem Platz, mit Drucksituationen umzugehen, fokussiert zu bleiben und auch nach Rückschlägen weiterzukämpfen – Eigenschaften, die nicht nur im Sport, sondern auch im Berufs- und Privatleben von grossem Wert sind.
Tennis erfreut sich als regionaler Sport grosser Beliebtheit. Was ist das Erfolgsgeheimnis?
Der TCN wurde 1994 gegründet. Gespielt wurde zuerst in der Pilatushalle, da noch keine eigenen Plätze existierten. Ab 1996 konnte auf den zwei eigenen Plätzen gespielt werden, heute sind es vier Allwetterplätze. Mittlerweile zählt der Club ca. 330 Mitglieder. Das Erfolgsgeheimnis liegt darin, dass der Club lebt, aber auch eine gut aufgestellte Juniorenabteilung hat, mit motivierten Trainerinnen und Trainern. Mit vier Courts gibt es genügend Spielmöglichkeiten für alle. Da die Interclubmannschaften besonders im Frühling während der IC-Saison gewissen Vorrang haben, mit z. B. reservierten Plätzen fürs Training etc., organisiert jedes Team im Lauf eines Jahres einen Anlass für alle Clubmitglieder. So gibt man den anderen etwas zurück.
Einige Sportarten empfinden es als schwierig, Nachwuchs zu finden. Wie ist das im Tennis? Sind die Vorbilder Federer, Wawrinka und Co. noch Treiber?
Bei den Jungs sieht es im Nachwuchs gut aus, Mädchen zu finden, ist schwieriger. Generell gibt es für die Jungen heute viel mehr Sportmöglichkeiten, sodass Tennis nicht immer an erster Stelle kommt. Der TCN macht Schnuppertrainings für Erst- und Zweitklässler, und auch beim Ferienspass wird mitgemacht, immer in der Hoffnung, dass einzelne Kinder anschliessend den Tennissport entdecken möchten. Vom Federer- oder Wawrinka-Effekt merkt man nichts mehr, das war ganz am Anfang vielleicht noch etwas der Fall.
Am Freitag findet das Sommernachtsturnier statt. An wen richtet es sich?
Das Sommernachts-Plauschturnier findet immer am 31. Juli von 18 Uhr bis Mitternacht statt. Es richtet sich an alle Clubmitglieder ab 16 Jahren, und der Plausch steht klar im Vordergrund. Es wird Doppel gespielt, die Doppel werden mittels Jasskarten ausgelost und nicht stärkemässig zusammengestellt. So gibt es immer wieder andere Zusammensetzungen.
In dem Fall steht auch der gesellige und gesellschaftliche Aspekt im Vordergrund?
Das ist so. Die Kulinarik kommt auch nicht zu kurz. Abwechslungsweise organisiert jeweils eine Interclubmannschaft diesen Anlass. Dabei bringt jeder Teilnehmer das mit, was er auf den Grill legen möchte. Für alle Beilagen sowie ein Dessert ist das organisierende Team zuständig.
Der Abend ist klar dem Plauschspiel und dem Zusammensein gewidmet.

