Acht der nominierten 15 Weine stammen aus der Region Sempachersee, davon zwei Siegerweine. Neben den Siegerweinen der Kategorien Weisswein Assemblage (Weinbau Mariazell, Sursee) und Rotwein Assemblage (Weinbau Triengen) wurden weitere Weine von Dein Wein vom Römerweg, Schenkon, Beat Felder Zukunftsweine, Sursee, Weinbau Mariazell, Sursee, Weinbau Sempachersee (Kirchbühl) und Brunner Weinmanufaktur, Eich, nominiert.
Kanton Luzern ist Spitzenreiter
Der Kanton Luzern sucht im Rahmen eines Wettbewerbs die besten Zentralschweizer Weine. Für fünf unterschiedliche Kategorien reichten 27 Weingüter insgesamt 74 verschiedene Weine ein. Dabei war der Kanton Luzern mit 22 Weingütern am stärksten vertreten. Für Fabio Montalbano, Co-Geschäftsleiter Weinbauzentrum Wädenswil AG, steht fest: «Die Zentralschweiz beweist Jahr für Jahr, dass mit dem Anbau von traditionellen und auch neuen pilzwiderstandsfähigen Rebsorten Weine von aussergewöhnlicher Qualität hervorgebracht werden können.» Er leitete dieses Jahr das Profi-Panel, das die eingereichten Weine beurteilte und die besten drei Weine je Kategorie nominierte.
Der Luzerner Regierungspräsident Armin Hartmann und der Nidwaldner Landratspräsident Matthias Christen kürten am Donnerstagabend im Schloss Wyher in Ettiswil die Siegerweine. Für Regierungspräsident Armin Hartmann ist ein solcher Anlass weit mehr als eine Prämierung von Wein: «Es ist eine Würdigung von Leidenschaft, Handwerk und Ausdauer – und letztlich eine Hommage an eine Region, die mit viel Engagement und Können zeigt, dass auch in der Zentralschweiz hervorragende Weine entstehen.»
Nachhaltiger Weinbau
Der Zentralschweizer Weinbau zeichnet sich aus durch den ausserordentlich hohen Anteil an sogenannten PiWi‑Rebsorten. Mit einem Anteil von 51 Prozent belegt die Zentralschweiz im schweizweiten Vergleich den ersten Platz. Der schweizweite Durchschnitt liegt bei vier Prozent. Dieser hohe Anteil zeigt sich auch bei den am Wettbewerb eingereichten Weinen. 32 der insgesamt 74 Weine enthielten PiWi‑Rebsorten. Diese besitzen natürliche Resistenzen gegen Pilzkrankheiten. Im Vergleich zu klassischen Rebsorten benötigen sie bis zu 80 Prozent weniger Pflanzenschutzmittel. Rund ein Viertel der Weinbaubetriebe in der Zentralschweiz produzieren zudem nach biologischem Anbau.
Nominierte Weine 2023–2025 gekeltert
Nominiert in den fünf Kategorien waren zwölf verschiedene Produzentinnen und Produzenten – sieben der insgesamt 15 nominierten Weine stammen aus der Sempacherseeregion, vier aus der Region Seetal, ein Wein vom Vierwaldstättersee und einer aus dem Surental. Die nominierten Weine zeigen ein gutes Abbild der vielfältigen und nachhaltigen Weinbauregion Zentralschweiz. Zwei der nominierten Weine stammen aus biologischem Anbau. In den 15 nominierten Weinen wurden insgesamt 14 verschiedene Rebsorten verarbeitet. In sechs der nominierten Weine sind PiWi‑Sorten enthalten.

