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Heute vor

«Wo bleibt da der Sinn für das Historische»

RED 15. Oktober 2026

Die Rubrik «Heute vor ...» berichtet wortwörtlich, wie es damals in dieser Zeitung stand. Heute vor 40 und 50 Jahren beschäftigten die Umbenennung des Sempacher Herrenkelles sowie gelungene Berufsausbildungen.

Die Rubrik «Heute vor ...» berichtet wortwörtlich, wie es damals in dieser Zeitung stand. Heute vor 40 und 50 Jahren beschäftigten die Umbenennung des Sempacher Herrenkelles sowie gelungene Berufsausbildungen.

40 Jahren – 1986

Leserbrief   Die erste unangenehme Folge der Stadtproklamation vom 1. Januar dieses Jahres musste in den letzten Tagen durch Lokal- und Tageszeitungen vernommen werden. Aus welchen Gründen auch immer sah sich der Wirt zum Herrenkeller veranlasst, sein Restaurant in «Stadtkeller» umzubenennen. Trotz Interventionen von Seiten des Stadtrates, diese Umbenennung fallen zu lassen, liess er sich nicht umstimmen und gelangte mit erwähnter Bitte an den Regierungsrat, welcher keine rechtlichen Hindernisse feststellen konnte und grünes Licht für die Namensänderung geben musste. Es stimmt doch sehr bedenklich, dass mit einer bedeutungslosen Umbenennung eine lange und wichtige Tradition verloren geht. Wo bleibt da der Sinn für das Historische und dies ausgerechnet im Jubiläumsjahr 1986?

50 Jahren – 1976

Neuenkirch   Wenn sich unsere jungen Leute nach der obligatorischen Volksschule in irgendeiner Richtung noch weiterbilden lassen, um sich zuverlässige Grundlagen für die spätere Lebensgestaltung zu verschaffen, so ist dies ein gutes Zeichen ihrer Strebsamkeit. Werden dann Fleiss und Einsatz schliesslich mit einer erfolgreichen Prüfung belohnt, dürfen sie stolz sein und sich mit ihren Eltern, Freunden und Bekannten aufrichtig freuen. Und wenn es sich gar um eine Meisterprüfung handelt, die nur mit seriöser Vorbereitung und dem letzten Einsatz zu erreichen ist, so kann man nur herzlich gratulieren. Ihnen allen sei in ihrem mannigfaltigen und heimatverbundenen Beruf viel Glück, Gottes Segen und guter Erfolg gewünscht. Der folgende Gedanke diene ihnen als Leitbild in die Zukunft: Wer nicht mit der Seele dabei ist, hat keinen Beruf, sondern nur eine Beschäftigung.