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Klares Nein zum Martinshöhe-Projekt

Gegen 300’000 Franken hat die Kirchgemeinde Sempach in die Planung der Wohnüberbauung Martinshöhe investiert. Seit letztem Montagabend sind die Pläne nun Makulatur, das Projekt wird in dieser Form nie zu stehen kommen.

SEMPACH Die Mitglieder der Kirchgemeinde Sempach haben am Montagabend den Baurechtsvertrag für die Wohnüberbauung Martinshöhe überraschend deutlich abgelehnt. Die vier Wohneinheiten werden somit nicht gebaut.

Der scheidende Kirchenratspräsident Hugo Gabriel hat sich seine Abschiedsversammlung wohl anders vorgestellt. Denn kurz vor Mitternacht am vergangenen Montag war klar: Aus der geplanten Wohnüberbauung Martinshöhe mit 88 Wohnungen und einem In­ves­ti­tions­vo­lu­men um die 40 Millionen Franken wird nichts. Ausschlaggebend waren grundsätzliche Zweifel an der Partnerschaft von Kirchgemeinde und dem einheimischen Investor Daniel Weber von One Immobilien AG. Mehrere Votanten gaben zudem zu bedenken, ob solche Bauvorhaben überhaupt Aufgabe einer Kirchgemeinde sind. Aber auch zahlreiche technische Details am Vertragswerk, dem Mietzins und weiteren finanziellen Belangen gaben an der vierstündigen Marathonversammlung Anlass zu kontroversen und intensiven Diskussionen.

Stadtrat stand hinter dem Projekt
Da nützte es letztendlich nichts, dass sich Stadtpräsident Franz Schwegler im Namen des Stadtrates hinter das Projekt stellte und von einem nachhaltigen Projekt  sprach, das den so dringend benötigten familienfreundlichen Wohnungsbau fördert und somit dem Leitbild der Stadt entspricht.
«Das Resultat schmerzt, der neue Kirchenrat wird gefordert sein», sagte Hugo Gabriel nach Bekanntwerden des Resultates sichtlich enttäuscht. Auch finanziell ist der Schaden gross: Gegen 300’000 Franken wurden bereits in das Projekt investiert – und sind nun verloren.
Alles über die denkwürdige Kirchgemeindeversammlung vom Montagabend mit Stimmen und Reaktionen lesen Sie in der nächsten Ausgabe der Sempacher Woche vom Donnerstag, 11. März 2010. (ms)

Entscheid nochmals überdenken

SCHLACHTJAHRZEIT Der Rothenburger SVP-Kantonsrat Marcel Omlin hat ein dringliches  Postulat zur Durchführung einer würdigen Sempacher Gedenkfeier im Juni 2010 eingereicht. Er verlangt vom Regierungsrat, auf seinen Entscheid betreffend der Nicht-Durchführung der Sempacher Gedenkfeier 2010 zurückzukommen.
In seiner Begründung erachtet Omlin den Entscheid des Regierungsrates als Kniefall vor den Krawallmachern und den zum Teil vermummten Chaoten. Der Stand Luzern solle zu seiner historischen Tradition stehen und seine Verantwortung zur Geschichte der Gründung der Eidgenossenschaft wahrnehmen. Mit dem Beschluss des Regierungsrates, auf eine Schlachtfeier zu verzichten, folge die Regierung einer Minderheit der Bevölkerung und vergesse die grosse, schweigende Mehrheit, so Omlin.
Das dringliche Postulat soll an der nächsten Session von Mitte März behandelt werden, damit für die Organisation noch genügend Zeit bleiben würde.

Benedikt Felder ist EJV-Freimitglied

SEMPACH Am vergangenen Wochenende fand in Interlaken die Delegiertenversammlung des Eidgenössischen Jodlerverbandes statt. Der Präsident des Jodelclub Sempach, Benedikt Felder, wurde dabei als 24. Freimitglied geehrt. Diese Auszeichnung verdiente er sich durch seine grossen Verdienste mit der umfangreichen EDV-Software zur Einteilung der Aktiven an den Jodlerfes­ten.

Bogehüsli-Erweiterung angenommen

HILDISRIEDEN Am vergangenen Sonntag stimmte eine grosse Mehrheit der Hildisrieder Bürger für den Bau der Erweiterung des Sportplatzes Bogehüsli. Die Zukunft des Hildisrieder Sportvereins und des Tennisclubs ist somit nicht länger ungewiss. Die Gemeinde stimmte somit der Aufnahme eines Kredits von rund 2,5 Millionen Franken zu. Mit dem Bau soll man Ende Sommer beginnen.

Coro Cantarina vor grosser Premiere

NEUENKIRCH Der Neuenkircher Chor Coro Cantarina stellte sich  für sein neustes Projekt einer grossen Herausforderung. Zu Mozarts «Requiem» studierten die Chormitglieder die Auftragskomposition «Tageszeitlosen» von Daniel Hess ein. Dirigent Albert Benz erlebte einmal mehr eine bewegte Vorbereitung, die ein neues Musik-Spektakel garantiert.
Mehr zu diesen und vielen weiteren Themen in der aktuellen Ausgabe der Sempacher Woche.

Kopf der Woche

Aline Roth aus Sempach Station berichtet von den Erdbeben in Chile.
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In der Rubrik Bilderstrecken finden Sie aktuelle Impressionen aus Leben und Anlässen der Region. Aktuell aufgeschaltet ist unter anderem die Leserreise der Sempacher Woche nach Ägypten Mtte Februar.

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