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Sempach

40 Jahre Städtlimärt: Sempach im Marktfieber

Mara Valetti 30. August 2026

Jeweils am letzten Samstag im August findet in der Sempacher Altstadt der Städtlimärt statt. Zum 40. Jubiläum, fanden sich dieses Jahr wieder Detaillisten und Marktfahrende an den Ständen ein und boten ihre Produkte an. Bei sommerlichen Temperaturen wurde der Markt einmal mehr zum lebendigen Treffpunkt für Gross und Klein.

Jeweils am letzten Samstag im August findet in der Sempacher Altstadt der Städtlimärt statt. Zum 40. Jubiläum, fanden sich dieses Jahr wieder Detaillisten und Marktfahrende an den Ständen ein und boten ihre Produkte an. Bei sommerlichen Temperaturen wurde der Markt einmal mehr zum lebendigen Treffpunkt für Gross und Klein.

Angenehme 23 Grad, reges Menschengedränge, farbige Ballons und der feine Duft von Magenbrot lagen am vergangenen Samstag in der Luft der Sempacher Altstadt. Auch dieses Jahr fanden zahlreiche Besuchende den Weg zum Städtlimärt. Und dort gab es tatsächlich für alle etwas. An zahlreichen Schmuckständen wurden selbstgemachte Ringe und Ketten aus Silber und Gold angeboten. Daneben lockten Süssigkeitenstände mit Magenbrot, gebrannten Mandeln, Rahmtäfeli oder Zuckerwatte. Auch Bratwürste und Currygerichte fanden sich im Angebot des Städtlimärt wieder. 

Für die Kleinsten gab es einen Kinderparcours durch die Altstadt, an dessen Ende ein kleines Geschenk wartete. Ein Karussell und musikalische Unterhaltung sorgten zusätzlich für Abwechslung. Niemand kam zu kurz.

Die Vielfalt machts

Der Städtlimärt beginnt um 9 Uhr morgens. Für viele Verkaufende startet der Markttag allerdings deutlich früher. Einige sind schon seit 5 Uhr auf den Beinen und bereiten ihre Stände vor. Viele von ihnen sind dem Städtlimärt schon seit Jahrzehnten treu. So etwa der Magenbrotstand der Familie Furrer-Scherrer, der bereits in der zweiten Generation, jedes Jahr wieder am Städtlimärt in Sempach zu finden ist.

Doch auch junge Verkaufende sind dabei. So die 22-jährige Jarina, die selbstgemachte Armbändeli, Kerzen oder gehäkelte Plüschtiere verkauft. «Es ist so cool, wieder hier zu sein und mit den Besuchenden zu plaudern, das ist das Grösste für mich», erzählt sie. Besonders schätzt sie, dass die Menschen gerne mit den Verkaufenden ins Gespräch kommen.

Auch Sonja Bächler aus Sempach Station ist nicht zum ersten Mal am Städtlimärt. An ihrem Stand gibt es selbstgemachte Konfitüren, Sirup oder Anisbrötli aus der eigenen Küche. «Alles aus der Hexenküche gibts bei mir», sagt die sympathische Floristin. Auch sie ist seit dem frühen Morgen auf den Beinen, um ihre Produkte aufzustellen und ansprechend zu präsentieren.

Etwas ganz anderes bietet Carmen Schaller an ihrem Stand an. Bei ihr dreht sich alles um Düfte und ätherische Öle. Mit ihren «Duftpausen» lädt sie die Besuchenden zu einem kurzen Innehalten ein. «Mir gefällt es, wenn die Leute kurz stehen bleiben, die verschiedenen Düfte ausprobieren und dabei für einen Moment aus dem Trubel des Marktes herauskommen», sagt sie. Damit bringt sie eine andere Facette in das bunte Marktleben.

Handgemacht mit Herz

Generell fällt auf: Vieles, was es am Städtlimärt zu kaufen gibt, ist selbstgemacht. Vom Holunderblütensirup über Wachskerzen bis zu der Rasierseife werden Materialien selbst gesammelt, aufbereitet und verarbeitet. Ein aufwendiger Prozess, der viel Zeit, Mühe und vor allem Können verlangt. Für viele der Ausstellenden ist genau das ihre grosse Leidenschaft.

Ein Markt mit Tradition und Zukunft

Seit 40 Jahren gehört der Städtlimärt zum Sempacher Jahreskalender. In dieser Zeit hat sich einiges verändert, geblieben ist aber die besondere Mischung aus Markt, Begegnung und gemütlichem Beisammensein.

Für die Marktkommission ist das Jubiläumsjahr zudem ein besonderer Moment, denn Marcel Gabriel, der die Kommission bisher geleitet hat, wird künftig als Stadtpräsident andere Aufgaben übernehmen. An seine Stelle tritt Silvia Fleischlin als neue Kommissionspräsidentin. Der Städtlimärt bleibt damit, was er seit 40 Jahren ist: ein Treffpunkt, an dem Tradition und Neues zusammenkommen.

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