Angenehme 23 Grad, reges Menschengedränge, farbige Ballons und der feine Duft von Magenbrot liegen am vergangenen Samstag in der Luft der Sempacher Altstadt. Auch dieses Jahr haben zahlreiche Besuchende den Weg zum Städtlimärt gefunden. Und dort gibt es tatsächlich etwas für alle. An zahlreichen Schmuckständen werden selbstgemachte Ringe und Ketten aus Silber und Gold angeboten. Daneben locken Süssigkeitenstände mit Magenbrot, gebrannten Mandeln, Rahmtäfeli oder Zuckerwatte. Auch Bratwürste und Currygerichte finden sich im Angebot des Städtlimärt wieder.
Für die Kleinsten gibt es einen Kinderparcours durch die Altstadt, an dessen Ende ein kleines Geschenk wartet. Ein Karussell und musikalische Unterhaltung sorgen zusätzlich für Abwechslung. Niemand kommt zu kurz.
Die Vielfalt machts
Der Städtlimärt beginnt um 9 Uhr morgens. Für viele Verkaufende startet der Markttag allerdings deutlich früher. Einige sind schon seit 5 Uhr auf den Beinen und bereiten ihre Stände vor. Viele von Ihnen sind dem Städtlimärt schon seit Jahrzehnten treu. So etwa der Magenbrotstand der Familie Furrer-Scherrer, der bereits in der zweiten Generation, jedes Jahr wieder am Städtlimärt in Sempach zu finden ist.
Doch auch junge Verkaufende sind dabei. So auch die 22-jährige Jarina, die selbstgemachte Armbändeli, Kerzen oder gehäkelte Plüschtiere verkauft. «Es ist so cool wieder hier zu sein und mit den Besuchenden zu plaudern, das ist das Grösste für mich», erzählt sie. Besonders schätzt sie, dass die Menschen gerne mit den Verkaufenden ins Gespräch kommen.
Auch Sonja Bächler aus Sempach-Station ist nicht zum ersten Mal am Städtlimärt. An ihrem Stand gibt es selbstgemachte Konfitüren, Sirup oder Anisbrötli aus der eigenen Küche. «Alles aus der Hexenküche gibt’s bei mir» sagt die sympathische Floristin. Auch Sie ist seit dem frühen Morgen auf den Beinen, um ihre Produkte aufzustellen und ansprechend zu präsentieren.
Etwas ganz anderes bietet Carmen Schaller an ihrem Stand an. Bei ihr dreht sich alles um Düfte und ätherische Öle. Mit ihren «Duftpausen» lädt sie die Besuchenden zu einem kuren Innehalten ein. «Mir gefällt es, wenn die Leute kurz stehen bleiben, die verschiedenen Düfte ausprobieren und dabei für einen Moment aus dem Trubel des Marktes herauskommen», sagt sie. Damit bringt sie eine andere Facette in das bunte Marktleben.
Handgemacht mit Herz
Generell fällt auf: Vieles, was es am Städtlimärt zu kaufen gibt, ist selbstgemacht. Vom Holunderblütensirup über Wachskerzen bis zu der Rasierseife werden Materialien selbst gesammelt, aufbereitet und verarbeitet. Ein aufwendiger Prozess, der viel Zeit, Mühe und vor allem Können verlangt. Für viele der Ausstellenden ist genau das ihre grosse Leidenschaft.
Ein Markt mit Tradition und Zukunft
Seit 40 Jahren gehört der Städtlimärt zum Sempacher Jahreskalender. In dieser Zeit hat sich einiges verändert, geblieben ist aber die besondere Mischung aus Markt, Begegnung und gemütlichen Beisammensein.
Für die Marktkommission ist das Jubiläumsjahr zudem ein besonderer Moment, denn Marcel Gabriel, der die Kommission bisher geleitet hat, wird künftig als Stadtpräsident andere Aufgaben übernehmen. An seine Stelle tritt Silvia Fleischlin als neue Kommissionspräsidentin. Der Städtlimärt bleibt damit, was er seit 40 Jahren ist: ein Treffpunkt, an dem Tradition und Neues zusammenkommen.












