Marco Imfeld, bis zum «Musigtag 27 Neuechöuch» dauert es nun nicht mehr ganz ein Jahr. Die Pendenzenliste bis dahin ist wohl noch lang. Wo steht man aktuell mit den Vorbereitungen?
In der Tat gibt es noch viele Details zu klären und die Aufgaben gehen uns noch lange nicht aus. Wir hatten aber kurz vor den Sommerferien nochmals eine intensive OK-Sitzung und konnten erfreut feststellen, dass wir sehr gut im Timing sind und bis jetzt die meisten der gesetzten Meilensteine auch termingetreu einhalten konnten.
In vielen Ressorts sind wir schon sehr weit in der Detailplanung bzw. in der Umsetzung, so zum Beispiel bei der Infrastruktur und im Sponsoring. Zwar stossen wir besonders bei Letzterem auf viel Goodwill, unter anderem bei den lokalen Unternehmen, jedoch wissen wir alle, dass die Finanzierung solcher Grossanlässe in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten nicht einfach ist. So haben wir auch in diesem Bereich noch ein paar offene Pendenzen und zählen auf die Unterstützung der Bevölkerung, die auch mit kleineren Beiträgen ein klares Commitment zur Vereinstätigkeit im Allgemeinen und zur Blasmusik im Speziellen geben kann.
Weiter gilt es nun bereits im Detail den Personalbedarf zu planen, damit wir dann auch genügend Personen für die rund 9000 Helferstunden rekrutieren können. Auch hier sind wir schon mit einigen Vereinen und Interessenten aus der Region in Kontakt, planen aber auch einen grossen Teil der Einsätze mit den Vereinsmitgliedern der drei involvierten Blasmusikvereine zu leisten.
Aber auch unsere Teams von der Festwirtschaft, Musik, Unterhaltung und Kommunikation sind schon mit vielen Detailabklärungen beschäftigt, sodass der Anlass für uns im OK Schritt für Schritt immer konkreter wird. Wir freuen uns neben den zahlreichen Blasmusik-Darbietungen auch darauf, ein attraktives Rahmenprogramm mit viel Musik und tollen gastronomischen Angeboten bereitzustellen. Auch den Mittwoch, 26. Mai 2027, gilt es bereits jetzt zu reservieren, denn dann findet ein Mai-Fäscht im Festzelt statt. Für Stimmung ist gesorgt – es gilt, sich überraschen zu lassen…
Aktuell laufen bereits die Anmeldungen für den Musigtag 27. Mit wie vielen Vereinen und Musikantinnen und Musikanten rechnen Sie insgesamt?
Wir sind bereits bei den Voranmeldungen auf gute Resonanz gestossen, schon rund 50 Vereine und Jugend-Formationen haben sich gemeldet. Seit einigen Tagen ist nun die offizielle Anmeldung online.
Wir rechnen total mit rund 4000 Mitwirkenden, und nach der Rekordteilnahme am diesjährigen Luzerner Kantonal-Jugendmusikfest in Dagmersellen von Anfang Juni mit 46 Formationen rechnen wir am Jugendmusikfest vom 22. Mai 2027 mit über 40 Formationen. Auch haben sich bereits interessierte Musikvereine aus anderen Kantonen gemeldet, sodass wir auch am Luzerner Kantonal-Musiktag am 29./30. Mai 2027 mit einer Teilnahme von rund 60 Vereinen rechnen dürfen. Alles in allem könnten es somit durchaus mehr als 4000 Mitwirkende werden, aber Genaueres wissen wir erst nach dem Anmeldeschluss am 1. November.
Mit dem Blasorchester Neuenkirch, der Brass Band Harmonie Neuenkirch und der Feldmusik Hellbühl nehmen drei Vereine einer Gemeinde die Organisation des Events in die Hand. Inwiefern kann der Musigtag 27 von dieser «Dreiteiligkeit» profitieren?
Nach 43 Jahren kehrt der Luzerner Kantonal-Musiktag zurück nach Neuenkirch und dass wir diesen Anlass gleich zusammen mit allen drei lokalen Musikvereinen organisieren können, ist mir als OK-Präsident eine grosse Freude. Unsere Zusammenarbeit stellen wir daher auch unter das Motto «Drei Vereine vereint – Blasmusik und Kultur in Neuenkirch im Aufwind!» .
Der Anlass wird von allen drei Vereinen mitgetragen und der «Multiplikations-Effekt» dank aller involvierten Mitglieder ist natürlich sehr gross, sodass der Musigtag 27 auch schon heute – rund elf Monate vorher – in Neuenkirch und Hellbühl sowie weit darüber hinaus in aller Munde ist. Und ganz im Sinne unseres Mottos sind wir – wohl auch erstmalig in der Vereinsgeschichte – anlässlich der Landsgemeinde in Neuenkirch zusammen als «Massed Band» aufgetreten und haben mit gut 120 Musikanten und Musikantinnen diesen Anlass mit viel «Blasmusik-Power» eröffnet. Ein starkes Zeichen für diese Zusammenarbeit.

