Die SchülerInnen konnten sich im Vorfeld für ihre Wunschateliers anmelden, die von externen Fachpersonen geleitet wurden und spannende Themen wie Kinderrechte, Leben mit einer Behinderung, Identität, Diversität, Toleranz und Vorurteile, Autismus sowie Mut behandelten. Die Inhalte passten dabei hervorragend zu einem der goldenen Werte der Schule Sempach: Vielfalt.
In den Ateliers wurde auf unterschiedliche Arten gelernt und erlebt: Es wurde vorgelesen, musiziert, diskutiert, geturnt, Filme geschaut und an Lernposten gearbeitet. So war garantiert für jeden Geschmack etwas dabei! Ein besonderes Highlight war das Erlebnismobil auf dem Pausenplatz. Dort versetzten sich die Schüler/-innen in die Situation einer sehbehinderten Person und setzten im wahrsten Sinne des Wortes deren «Brille» auf. Ausgerüstet mit einer Milchglasbrille, die den Grauen Star im Endstadium simuliert, tasteten sie sich durch einen Gang und erlebten hautnah, welche Herausforderungen blinde Menschen im Alltag bewältigen müssen.
Am dritten Tag stand zudem ein gemeinsamer Sportmorgen auf dem Programm. Dieser wurde von einer Klassenlehrperson zusammen mit freiwilligen Lernenden der fünften und sechsten Klassen organisiert. Mit viel Engagement sorgten sie für abwechslungsreiche Spiele, Bewegung und gute Stimmung. Ein gelungener Abschluss der Mottotage!
Alles in allem waren es zwei rundum gelungene Halbtage voller spannender Begegnungen, neuer Perspektiven und vieler Aha-Momente. Die Schüler/-innen lernten auf abwechslungsreiche und oft auch überraschende Weise, wie unterschiedlich Menschen sind, mit welchen Herausforderungen manche im Alltag konfrontiert werden und wie wichtig gegenseitige Unterstützung, Mut und Verständnis sind. Dabei wurde nicht nur viel gelernt, sondern auch gelacht, ausprobiert und gestaunt, ganz nach dem Motto: «Metenand verschede – förenand starch». So gingen die SchülerInnen nicht nur mit neuen Eindrücken, sondern bestimmt auch mit mehr Offenheit und einem bewussteren Blick auf sich selbst und andere nach Hause.

