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Heute vor

«Der Zuzug scheint in keinem Verhältnis zu den Bedürfnissen zu stehen»

RED 26. Februar 2026

Die Rubrik «Heute vor ...» berichtet wortwörtlich, wie es damals in dieser Zeitung stand. Heute vor 80 und 100 Jahren beschäftigten das Frauenstimmrecht und die Überfüllung akademischer Berufe die Region

Die Rubrik «Heute vor ...» berichtet wortwörtlich, wie es damals in dieser Zeitung stand. Heute vor 80 und 100 Jahren beschäftigten das Frauenstimmrecht und die Überfüllung akademischer Berufe die Region

80 Jahren – 1946

Im Grossen Rat kam auch das Frauenstimmrecht zur Sprache. Man wusste bei dem einen und andern Votum – zum Fenster hinaus – nicht, wie ernst es gemeint war. – Schultheiss Dr. Leu bemerkte dazu, dass die Mitwirkung der Frau im Staate bereits vorhanden sei, es gelte nur, diese gelegentlich auszubauen. Vor allem sei die Frau Lebensgefährtin, Gattin und Mutter. – Eine Motion für industrielle Eigenheimsiedlungen auf dem Lande rief der Warnung, es könnte auch einmal zu viel gebaut werden.

100 Jahren – 1926

In der Schweiz macht sich eine starke Erhöhung des Zuzuges zum akademischen Studium bemerkbar. Während sich die Wohnbevölkerung von 1900 bis 1925 um 18,2 Prozent vermehrte, hat die akademische Jugend um 125,4 Prozent zugenommen. Im Jahre 1850 kam auf 17’440 Einwohner ein schweizerischer Student. Heute trifft es schon auf 5332 Einwohner einen immatrikulierten Studierenden. Ein Vergleich mit Deutschland ergibt, dass bei uns das akademische Studium doppelt so häufig ergriffen wird. Der Zuzug zu den akademischen Berufen scheint, wie in den «Wirtschaftsberichten des Schweizerischen Handelsblattes» ausgeführt wird, in keinem Verhältnis zu den Bedürfnissen zu stehen. Es zeigt sich denn auch teilweise eine ausgesprochene Überfüllung der akademischen Berufe, namentlich bei Juristen und Nationalökonomen.

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