Es wird ein ganz spezielles musikalisches Ereignis: Rund 200 Talente aus der Zentralschweiz und Süddeutschland verwandeln den renommierten Konzertsaal des KKL Luzern in eine internationale Klangbühne. Unter dem Motto «Landscapes» präsentiert das Jugendblasorchester Luzern unter der Leitung von Sandro Blank – im Rahmen ihres diesjährigen Sommerkonzertes – gemeinsam mit Gästen aus Deutschland ein anspruchsvolles sinfonisches Programm. Aus der Region Sursee wirken folgende Jugendliche mit: Vera Brunner (Knutwil, Trompete), Salomé Garbely (Klarinette, Nottwil), Silja Hermann (Querflöte, Nottwil), Ennio Pfenniger (Saxophon, Triengen), Basil Arnold (Klarinette, Sempach), Lara Stöckli (Oboe, Sempach), Ray Bucher (Trompete, Sempach), Gionna Klaus (Klarinette, Hildisrieden), Julian Wolf (Perkussion, Neuenkirch), Luana Buck (Saxophon, Sempach), Marlon Arnold (Trompete, Sempach), Lia Weber (Posaune, Hildisrieden) und Selina Wespi (Perkussion, Sempach).
Schweizer und süddeutsche Extraklasse
«Das Spezielle ist für mich, dass wir es mit einem Jugendorchester zu tun haben, das aber wie ein super erfahrenes Erwachsenenorchester spielt», lässt sich Sandro Blank zitieren. Spätestens mit dem Schweizer-Meister-Titel in der Kategorie Harmonie Höchstklasse am Eidgenössischen Jugendmusikfest in St. Gallen 2023 und dem Gesamtfestsieg am «Fest der Musik» in Einsiedeln 2025 hat sich das Jugendblasorchester Luzern unter die besten Blasorchester der Schweiz gespielt – die Erwachsenenformationen eingeschlossen. Das enorm hohe Spielniveau erlaubt es den Jugendlichen, anspruchsvolles Repertoire und vielschichtige musikalische Werke zu erarbeiten. Bestätigt haben sie das am vergangenen Samstag, 6. Juni, als das JBL ein weiteres Mal mit phänomenalen 97.3 Punkten den Festsieg Harmonie am Luzerner Kantonal-Jugendmusikfest in Dagmersellen holte. Mit der Jungen Bläserphilharmonie Ulm (JBU) unter der Leitung von Lukas Weiss stösst ein deutsches Auswahlorchester hinzu, das die grössten Talente der Region Ulm im Alter von 12 bis 21 Jahren vereint. Die Motivation und die pure Energie des Orchesters spiegeln sich perfekt im Eröffnungswerk «Guardians of peace» wider. Die JBU wird mit dem Cornet-Solo «Share my yoke» einen jungen Solisten aus den eigenen Reihen präsentieren. «Es ist etwas Schönes, junge Talente zu unterstützen. Das Solo im eindrücklichen KKL-Saal wird er nie vergessen», sagt Lukas Weiss, Dirigent aus Ulm.
Musikalische Horizonterweiterung
Das dritte Ensemble im Bunde, das Kreisblasorchester Ostallgäu unter der Leitung von Stefan Reggel, reist ebenfalls aus Süddeutschland an. Als reines Auswahlorchester zieht es Spitzenmusizierende aus dem Raum Augsburg bis München an. Für das Konzert im KKL werden sie mit Oliver Waespi und Etienne Crausaz bewusst zwei Schweizer Komponisten ins Zentrum stellen. Für Sandro Blank, den Dirigenten des Jugendblasorchesters Luzerns, steht neben dem Musikalischen auch der pädagogische Aspekt im Zentrum der Arbeit mit dem JBL. «Ich versuche, den Jugendlichen ein gewisses ‘Rüstzeug’ an Standardrepertoire der sinfonischen Blasmusik mit auf den Weg zu geben», sagt der Dirigent. Mit «Armenian dances part II» von Alfred Reed und «East coast pictures» von Nigel Hess bedient sich das JBL bei zwei Klassikern der hochstehenden Blasorchesterliteratur. Nach den grossen Erfolgen der vergangenen Jahre heisst es für das Jugendblasorchester Luzern nun, das Niveau zu halten. «Mein grosser Wunsch ist es, dass man den aktuellen Stand über viele Jahre so beibehalten und in der Blasorchesterszene – in der Schweiz wie auch international – ein starkes Zeichen setzen kann», so Blank.
Der Ursprung einer Freundschaft
Das Konzert ist jedoch mehr als eine Aneinanderreihung musikalischer Höhepunkte: Es ist das Resultat einer «absolut unvergesslichen Konzertreise nach Deutschland», wie es ein Musiker vom JBL treffend zusammenfasst. Im Sommer 2025 konzertierte das Jugendblasorchester Luzern nämlich mit der Jungen Bläserphilharmonie in Ulm und dem Kreisblasorchester Ostallgäu in Marktoberdorf. Mit dem Konzert im KKL kann sich das JBL nun bei den Freunden aus Deutschland revanchieren. Und wie es sich für (Jugend)orchester gehört, darf neben der Musik auch die gemeinsame Party nicht fehlen.
