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Neuenkirch

Grosse Aa leidet unter der Trockenheit

Liv Keller 14. August 2026

Die hohen Temperaturen und die damit einhergehende Trockenheit machen nicht nur uns Menschen, sondern auch der Umwelt und den Tieren zu schaffen. Insbesondere Gewässer und ihre Bewohner leiden darunter. Davon betroffen ist auch die Grosse Aa, die durch Sempach und Neuenkirch fliesst.

Die hohen Temperaturen und die damit einhergehende Trockenheit machen nicht nur uns Menschen, sondern auch der Umwelt und den Tieren zu schaffen. Insbesondere Gewässer und ihre Bewohner leiden darunter. Davon betroffen ist auch die Grosse Aa, die durch Sempach und Neuenkirch fliesst.

«Grundsätzlich ist die gesamte Grosse Aa von einem sehr tiefen Wasserstand betroffen», sagt Sybille Roos, Fachbearbeiterin Biodiversitätsförderung und Fischereiaufseherin der Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa) des Kantons Luzern. Der Waldbach, der vom Adelwiler Wald in die Grosse Aa mündet und normalerweise frisches Wasser liefert, ist vollständig ausgetrocknet. Leider wird sich diese prekäre Situation vorerst auch nicht verbessern. «Uns sind keine vergleichbaren Situationen in der Grossen Aa bekannt. Es handelt sich um eine ausserordentliche Lage und noch ist kein Ende der Trockenheit in Sicht», so Roos. 

Einheimische Tierarten gefährdet

Der Mangel an frischem Wasser stellt insbesondere für die Fische und das Gewässerökosystem ein Problem dar. In der Grossen Aa kommen diverse Fisch- und Krebsarten vor, darunter Bach- und Seeforellen, Alete, Barben, Gründlinge und Edelkrebse. Sie alle leiden unter der Trockenheit, wobei hohe Wassertemperaturen in Kombination mit wenig Sauerstoff besonders für kälteliebende Arten wie Bach- oder Seeforellen gefährlich sind. Allerdings kann man die Tiere derzeit nicht notabfischen und an einen besseren Standort umsiedeln, da keine geeigneten Gewässer im gleichen Gewässersystem vorhanden sind. Ausserdem dürfen die in den Umsiedlungshabitaten lebenden Tiere, beispielsweise aufgrund von Dichtestress oder der Verschleppung von Krankheiten, nicht gefährdet werden.

Bevölkerung ist gefragt

Angesichts der anhaltenden Trockenheit ist ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur wichtiger denn je. Die Bevölkerung wird gebeten, Fische in flachem Gewässer möglichst nicht zu stören und Hunde vom Wasser fernzuhalten, damit die Tiere keinen zusätzlichen Stress erfahren. Es ist von grosser Bedeutung, sich an diese Vorschriften zu halten, um die Grosse Aa und Gewässer allgemein vor einer weiteren Verschlechterung zu bewahren. Wer auf dem neuesten Stand bleiben und die Situation mitverfolgen will, findet auf dem Geoportal des Kantons Luzern unter www.geo.lu.ch/messdaten/gewaesser-pegel-abfluss/ aktuelle Daten zu Pegel, Abfluss und Wassertemperatur der Grossen Aa, sowie Messwerte aus den vergangenen zwei Jahren. 

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