Der Kilbitag startete traditionsgemäss in der Pfarrkirche – und diese war bis auf den letzten Platz besetzt. Die Gottesdienstbesuchenden liessen sich von den berührenden Klängen tragen und genossen die besondere Atmosphäre. Erstmals in der «Üsserschwiiz» wurde die zeitgenössische Wallisermesse «Häärzwärts» von Martin Völlinger und der Texterin Marie-Elisabeth Hischier-Borter aufgeführt. Für diese «Welturaufführung», wie es Pfarreileiter Erich Hausheer nannte, liess es sich die Autorin nicht nehmen, persönlich nach Rain zu reisen.
Kirche mit Garten verglichen
Der Kirchenchor Rain sang unter der Leitung von Petra Galliker und wurde dabei von zahlreichen Gastsängerinnen und Gastsängern im Chorraum verstärkt. Ein Quintett von Musikerinnen und Musikern – mit Klavier, Bass, Querflöte, Klarinette und Percussion – verlieh der Darbietung zusätzlich eine festliche Klangfülle. Ganz ins Herz trafen und nachhaltig in Erinnerung bleiben auch die kurzen und prägnanten Worte des Pfarreileiters. Als passionierter Gärtner zog er den Vergleich zur Pflege eines Gartens: Die Kirche gleiche einem Garten, in welchem unterschiedlichste «Pflänzchen» wachsen – manche unscheinbar und leise blühend, andere kräftiger und raumgreifend. Damit die Vielfalt sichtbar bleibe und auch die «fleissigen Lieschen» strahlen können, brauche es jedoch hin und wieder auch einen behutsamen Rückschnitt, zum Beispiel der immer weniger verbreiteten Pfaffenhütchen.
Apéro auf dem Schulhausplatz
Im Anschluss verlagerte sich das Geschehen auf den Schulhausplatz, auf dem ein Apéro den gesellschaftlichen Teil des Tages eröffnete. Die Kindertanzgruppe läutete den Reigen der Attraktionen ein und begeisterte das Publikum aller Generationen. Für das leibliche Wohl sorgte einmal mehr der Pfadihuusverein mit einem vielfältigen Angebot: Besonders gefragt waren Hotdogs, Pizzen, Steaks und Pommes. Auch in der Festwirtschaft, die vom Kirchenchor und der Pfadi unter Schatten spendenden Sonnenschirmen und Kleinzelten betrieben wurde, konnten sich die Besucherinnen und Besucher bis in den Abend hinein stärken.
Spiel und Spass an der Kilbi
Beim anschliessenden Kilbibetrieb über mehrere Stunden strahlten viele Kinderaugen – und nicht selten auch jene der Eltern und Grosseltern. Ob beim Harassenstapeln der Pfadi, beim Kegeln der Ministranten oder beim Gewinnen eines Preises: Die Freude war überall spürbar. Das beliebte Kilbibähnli drehte unermüdlich seine Runden mit den jüngsten Gästen, während in der hüpfburgähnlichen Arena des Schwingclubs Rothenburg der Bewegungsdrang voll ausgelebt werden konnte.
Grosses Angebot wusste zu gefallen
Beim Familientreff liessen sich zahlreiche Kinder ein Glitzertattoo anbringen. Zusätzliche Attraktionen wurden von der 2. ISS sowie einem kommerziellen Verkaufsstand angeboten, was das Angebot der Kilbi weiter bereicherte. Am späten Nachmittag blickten alle Beteiligten auf einen rundum gelungenen Anlass zurück. Besonders erfreut zeigte sich auch der veranstaltende Kilbiverein unter der Leitung seines umsichtigen und engagierten jungen Präsidenten Renato Sonanini über den grossen Erfolg der Rainer Kilbi.




