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Neuenkirch

Die Versammlung mutierte zum Konzert

Geri Wyss 29. November 2018

An der jüngsten Gemeideversammlung stimmten die Bürger dem Budget 2019 zu und liessen sich über anstehende Projekte informieren. Die bewegendsten Momente aber bot die Verabschiedung des abgetretenen Gemeinderates Balz Koller.

Kaum waren die Traktanden der Budget-Gemeindeversammlung am vergangenen Dienstagabend abgehandelt, wurden Getränke aufgetischt. Der Vorhang im Pfarreiheim lichtete sich – die zwölfköpfige Band «No Comment» legte mit bluesigen, rockigen und souligen Liedern los. Grund für die Performance war die Verabschiedung des ehemaligen Gemeinderates Balz Koller, der in der Neuenkircher Exekutive zehn Jahre mitgewirkt hatte. Kari Huber attestierte dem ehemaligen Ratskollegen, dass er mit Herz und Seele seine Tätigkeitsbereiche im Gemeinderat vertreten hatte. Dazu zählten auch die Liegenschaften, denen sich der gelernte Maurerpolier mit grossem Fachwissen gewidmet hatte. «Du bist ein Macher, wenn du etwas anpackst, dann richtig», sagte Kari Huber. Kollers Projekte – dazu zählten etwa der Neubau des Kindergartens Windrädli oder der Anbau des Sekundarschulhauses – seien stets ausgewogen und bestens gereift gewesen. Weitere Stärken von Balz Koller seien seine klare Linie, das Augenmass und das grosse Netzwerk gewesen. Als Präsent überreichte ihm der Gemeindepräsident einen Gutschein zum Ausspannen.
Balz Koller sagte gegenüber unserer Zeitung, mit der dazugewonnenen Zeit nach seinem Rücktritt wolle er sich auch wieder mehr der Musik widmen. Dass zu seinen Vorlieben auch Blues- und Rockmusik zählt, belegte er gleich selber mit der von ihm organisierten Band, in der auch seine Lebenspartnerin Angelina Schaffner aufspielt. So kamen die Neuenkircherinnen und Neuenkircher nach getaner direktdemokratischer Pflicht in den Genuss eines Überraschungskonzertes.

Weniger und kleinere Räume
Der Aufmarsch an diesem Abend war mit 181 Stimmberechtigten stattlich. Nebst den Entscheiden zum Budget 2019 und weiteren Traktanden (siehe Kasten) liessen sich die Bürger nebst dem Ersatzbau des Osttraktes des Alters- und Pflegezentrums Lippenrüti auch über den als Aufbau auf der Dreifachturnhalle Grünau konzipierten Musik- und Kulturraum informieren. Aus Zeit- und Kostengründen hatte eine geplante Abstimmung über den Baukredit im Oktober verschoben werden müssen. Gemäss Kari Huber ist der Urnengang nun im Herbst des nächsten Jahres vorgesehen. Mittlerweile habe man das Projekt redimensioniert, etwa indem man die Anzahl und Grösse der Räume deutlich reduziert habe. Über der Bibliothek falle ein geplanter dritter Stock weg. Man hoffe weiterhin, die sieben Millionen Franken für den Musik- und Kulturraum einhalten zu können, fügte Kari Huber an.

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