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Neuenkirch

Reise durch das weibliche Leben

Red 24. Januar 2019

Dass Hormone mehr sind als «nur» Botenstoffe, verdeutlichte Ursula Zeindler-Ziegelmüller am vergangenen Montagabend während ihres Vortrages «Hormongeschichten». Dabei nahm sie die rund 35 Anwesenden mit auf eine ganz spezielle Reise durch das Leben einer Frau.

Hormone sind die ständigen Begleiter des Menschen und regulieren, zusammen mit dem Nerven- und dem Immunsystem, die verschiedensten körperlichen Vorgänge. Hormone sind Impulsgeber. Hormone sind der Ursprung des Lebens und begleiten uns bis zum Tod. Und bei einem Punkt sind sich wohl alle Frauen einig: Hormone können manchmal auch ganz schön fies sein.

Dass das Hormonsystem ein irrsinnig komplexes ist und insbesondere das weibliche Leben massgeblich mitbestimmt, weiss Ursula Zeindler nur zu gut, beschäftigt sie sich doch täglich mit den körpereigenen Informationsübermittlern. Sie ist ausgebildete Primarlehrerin und Hebamme mit eigener Praxis in Münsingen, ist Kurs- und Seminarleiterin für Jugendliche und Erwachsene. Es ist wohl gerade diese besondere berufliche Mischung, die ausmacht, wie greifbar und verständlich sie Medizinisch-Wissenschaftliches veranschaulicht.

 

Hormone als Musikinstrumente …

Das menschliche Hormonsystem umfasst rund 50 verschiedene Hormone, davon sind elf für eine Hormonreise durch die verschiedenen Lebensstationen einer Frau – von der Geburt über die Pubertät bis zum eigenen Gebärprozess, der Mutterschaft und den Wechseljahren – besonders ausschlaggebend. Doch Östrogen ist nicht immer gleich Östrogen und Progesteron nicht immer gleich Progesteron. «Ich mag den Vergleich von Hormonen und Musikinstrumenten: Es können zwar die gleichen Instrumente sein, aber der Klang und die Stimmung verändern sich je nachdem, wie die Instrumente zusammengesetzt sind.  So verhalten sich auch die Hormone, die sich, je nach Kombination, ganz unterschiedlich auf den Körper und die Psyche der Frau auswirken», so Ursula Zeindler.

 

… oder als Hüte

Für ihre Erklärungen scheute Ursula Zeindler auch den Griff in die Garderobe nicht. Ihre mitgebrachte Kollektion an Kopfbedeckungen war nicht nur schön – manchmal auch etwas lustig – anzusehen, sondern diente einem pädagogischen Zweck. So zog die aus dem Bernbiet Angereiste sich beispielsweise einen damenhaften, roten Hut mit schwarzer Schleife an, wenn sie über das Östrogen referierte. Handelte es sich um einen Prozess, bei dem Testosteron involviert ist, zog sie sich ein
«Chäppi» an und auch der gelbe, blumenförmige Haarreif, der das Progesteron verdeutlichte, entlockte den Anwesenden im Piazza Verde den einen oder anderen Lacher.

Im Anschluss an den rund zweistündigen Vortrag, der sicherlich für den einen oder anderen Aha-Moment bei den Zuhörerinnen sorgte, gab es die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen oder Fragen an die Referentin zu stellen. Und vielleicht konnte die eine oder andere nach diesem Abend jene Hormone, die sie sich einst zu Feinden machte, wieder als Freund oder als Wegbegleiter auf ihrer Lebensreise betrachten.

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